BDSG

Das Ende der Kundendatenbank

12. November 2012 - 12:24 -- Grutzeck

Voice & IP, Messe Frankfurt am 30.10.2012: Datenschutz-Profi Bernd Fuhlert und CRM-Spezialist Markus Grutzeck brachten den Zuhörern die Konsequenzen der Bundesdatenschutzgesetz Novelle (BDSG) für das Speichern von Kundendaten und die Folgen für CRM-Systeme näher. Wer nicht sauber mit Opt-Ins (Einverständnissen der Betroffenen) je Kommunikationskanal umgeht, risikiert drastische Geldstrafen und z.T. auch die persönliche Haftung des Geschäftsführers.

Archivierung

Memorandum Minenfeld Archivierung

Immer wieder horten Unternehmen große Datenmengen auf unbegrenzte Zeit. Archivierung -zumindest soweit sie gesetzlich vorgeschrieben ist – wird vielfach als lästige Pflicht empfunden. Dabei kann sie viel mehr. Eine passende Archivstrategie hilft nicht nur Kosten nachhaltig zu reduzieren, sondern auch Wettbewerbsvorteile zu erhalten und zu schaffen.

BDSG Novelle - Ende Übergangsfrist

31.August 2012: Ende der Übergangsfrist für CRM-Datenbanken: Handeln statt zaudern – ansonsten kann es teuer werden

Als der Gesetzgeber zum 31.August 2009 die Regeln für die Verwendung von Kundendaten zu Werbezwecken und Adressenweitergabe verschärfte, verzichtete er wegen des organisatorischen Aufwandes auf eine sofortige Umstellung der Datenbanken. Stattdessen gab er Unternehmen im Zuge der Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) drei Jahre Zeit, ihre Kundendatenbanken nach den neuen gesetzlichen Vorschriften einzurichten. Diese Schonfrist ist 2012 vorbei und schnelles Handeln dringend geboten. Ab 1.September müssen Firmen jeder Größenordnung nicht nur für nach der Novellierung sondern auch für vor dem 1.September 2009 erhobene Kundendaten bei jedem einzelnen Vertriebsweg wie Post, Email, Fax und Telefon nachweisen, woher diese stammen und jeweils entsprechende Einverständniserklärungen der Kunden dokumentieren. Ansonsten drohen die zwangsweise Löschung dieser Daten und Bußgelder durch Aufsichtsbehörden sowie Abmahnungen von Kunden und Konkurrenten.

Datenschutz und Abmahnung

Abmahnungen sollen helfen, berechtigte Interessen von Konkurrenten und Verbrauchern unbürokratisch außerhalb von Gerichtsverfahren gegenüber Abzumahnenden geltend zu machen. Dazu zählt vor allem die Beendigung von Wettbewerbsvorteilen, die sich ein Konkurrent unrechtmäßig verschafft hat. Ein Anwalt fordert dann z.B. im Namen und Auftrag eines Konkurrenten den Abzumahnenden auf, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Unterbleibt diese, wird oft eine einstweilige Verfügung beantragt.

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